KI-Glossar

Dieses Glossar erklärt zentrale Begriffe rund um KI-Projekte in KMU. Wenn Sie klären möchten, welche dieser Themen für Ihr Unternehmen konkret relevant sind, vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch.

KI-Beratung
KI-Beratung ist eine strukturierte Beratungsleistung, die Geschäftsprozesse eines Unternehmens analysiert und konkrete Anwendungsfälle für Künstliche Intelligenz identifiziert. Anders als klassische IT-Beratung geht es nicht um Hardware oder Lizenzen, sondern um die strategische Integration intelligenter Systeme in bestehende Arbeitsabläufe. Eine professionelle KI-Beratung folgt typischerweise einem Phasenmodell aus Analyse, Architektur und Umsetzungsplanung; die technische Umsetzung schließt daran an.

→ Mehr zur Methodik

BAFA-Förderung (KI-Beratung)
Die BAFA-Beratungsförderung ist ein Bundesprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, das KMU bei der Inanspruchnahme von Unternehmensberatung, einschließlich KI-Beratung, bezuschusst. Förderhöhe: 50–80 % der Beratungskosten je nach Unternehmenssitz. Neue Bundesländer ohne Region Leipzig bis 80 % (max. 2.800 € Zuschuss), Region Leipzig und alte Bundesländer 50 % (max. 1.750 €); maßgeblich ist der Sitz des beratenen Unternehmens. Voraussetzung: KMU mit unter 250 Mitarbeitenden, Antrag vor Beratungsbeginn, BAFA-registrierter Berater. Vorbehaltlich BAFA-Einzelfallprüfung; Richtlinie befristet bis 31.12.2026. Wir prüfen im Rahmen der Beratung, ob und in welcher Höhe eine Förderung möglich ist. Sie ersetzt nicht die wirtschaftliche Betrachtung des Projekts.

→ BAFA-Förderung 2026 im Detail

Firmen-GPT
Ein Firmen-GPT ist eine zentrale KI-Plattform, die ausschließlich auf den Daten und Dokumenten eines einzelnen Unternehmens basiert. Statt allgemeiner ChatGPT-Antworten kennt das System die Vorlagen, Projekte, Normen und Sprache des Unternehmens. Mitarbeitende stellen Fragen in natürlicher Sprache und bekommen Antworten in Sekunden statt langer Recherche in Ordnerstrukturen, E-Mails oder Wikis.

→ Firmen-GPT bei ZENIT KI

Generative KI
Generative KI bezeichnet eine Klasse von KI-Systemen, die neue Inhalte erzeugen: Text, Bilder, Code, Audio. Anders als klassische KI, die nur klassifiziert oder vorhersagt, produziert generative KI eigene Outputs auf Basis von Prompts. Bekannteste Vertreter: ChatGPT (OpenAI), Claude (Anthropic), Gemini (Google), Mistral.
Large Language Model (LLM)
Ein Large Language Model ist ein KI-Modell, das darauf trainiert ist, natürliche Sprache zu verstehen und zu erzeugen. Trainiert auf großen Textmengen (Bücher, Webseiten, Code), kann ein LLM Fragen beantworten, Texte zusammenfassen, übersetzen oder Entwürfe schreiben. Die führenden Anbieter sind OpenAI (GPT), Anthropic (Claude), Google (Gemini), Mistral, Meta (Llama).
RAG (Retrieval-Augmented Generation)
Retrieval-Augmented Generation ist eine Technik, bei der ein LLM zur Beantwortung einer Frage zuerst relevante Dokumente aus einer Wissensquelle abruft und diese als Kontext nutzt. So kombiniert RAG die Sprachfähigkeit eines LLM mit dem aktuellen Wissen eines Unternehmens. Typische Bestandteile: Vektor-Datenbank (für die Suche), Embedding-Modell (für die Indexierung) und ein LLM (für die Antwort).
Vektor-Datenbank
Eine Vektor-Datenbank speichert Daten als hochdimensionale Zahlenvektoren, sogenannte Embeddings, und erlaubt eine semantische Suche: ähnliche Inhalte finden, auch wenn sie unterschiedliche Wörter benutzen. Vektor-Datenbanken sind das Fundament moderner RAG-Systeme. Bekannte Implementierungen: Qdrant, Pinecone, Weaviate, pgvector (Postgres-Erweiterung).
Embedding
Ein Embedding ist eine numerische Repräsentation von Text, Bild oder Audio in einem hochdimensionalen Raum. Inhalte mit ähnlicher Bedeutung haben ähnliche Embeddings, was semantische Suche und Clustering ermöglicht. Ohne Embeddings keine RAG-Pipeline, keine semantische Suche, kein Firmen-GPT.
n8n
n8n (gesprochen "n-eight-n") ist eine Open-Source-Plattform für Workflow-Automatisierung. Über eine grafische Oberfläche werden Datenflüsse zwischen Anwendungen definiert, etwa von einem Mailserver zu einer Datenbank, mit KI-Verarbeitung dazwischen. ZENIT KI nutzt n8n als Backbone für KMU-spezifische Automatisierungen, weil es self-hosted laufen kann (DSGVO-konform, EU-Hosting).
Prozessautomatisierung
Prozessautomatisierung beschreibt die Übertragung von wiederkehrenden, regelbasierten Arbeitsabläufen an Software. Im KI-Kontext kommt zur klassischen Automatisierung (Trigger → Aktion) eine Verständnis-Schicht hinzu: das System interpretiert unstrukturierte Eingaben (E-Mails, Dokumente, Sprache) und entscheidet kontextabhängig.
KMU (Kleine und mittlere Unternehmen)
Die EU-Definition für KMU umfasst Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden, einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. € oder einer Bilanzsumme bis 43 Mio. €. KMU sind primäre Zielgruppe der BAFA-Beratungsförderung und damit der Schwerpunkt von ZENIT KI.
12-Monats-ROI-Garantie
Die 12-Monats-ROI-Garantie ist vertraglich zugesichert: Findet die Beratung keinen KI-Anwendungsfall, der sich innerhalb von 12 Monaten amortisiert, ist die Beratungsleistung kostenlos. ZENIT KI bietet diese Garantie als Standardbestandteil seiner KI-Beratung, ein Risiko-Reduktor für KMU-Entscheider.

→ Garantie auf der Beratungs-Seite

EU AI Act
Der EU AI Act ist die erste umfassende KI-Regulierung der Europäischen Union. In Kraft getreten 2024, mit gestuften Wirksamkeitsterminen bis 2026/27. Der Act unterteilt KI-Systeme in Risikoklassen (verboten, Hochrisiko, begrenztes Risiko, minimales Risiko) und erlegt entsprechende Pflichten auf. Für die meisten KMU-Anwendungen relevant: Transparenzpflichten bei generativer KI und Dokumentationspflichten.
DSGVO und KI
KI-Systeme unterliegen der DSGVO, sobald sie personenbezogene Daten verarbeiten. Praktisch bedeutet das: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem KI-Anbieter, möglichst EU-Hosting (oder vertraglich abgesicherter Drittlandtransfer), Transparenz im Datenschutzhinweis, Möglichkeit zur Auskunft und Löschung. ZENIT KI empfiehlt ausschließlich DSGVO-konforme Lösungen mit EU-Servern und AVV.
Open-Source-LLM
Open-Source-LLMs sind Sprachmodelle, deren Gewichte und Architektur öffentlich verfügbar sind. Sie können on-premise oder in der eigenen Cloud-Umgebung betrieben werden, relevant für sensible Daten oder DSGVO-strikte Anforderungen. Bekannte Vertreter: Llama (Meta), Mistral, Mixtral, DeepSeek, Qwen.
KI-Strategie
Eine KI-Strategie ist ein dokumentierter Plan, der festlegt, welche KI-Anwendungsfälle ein Unternehmen in welcher Reihenfolge umsetzt, basierend auf Geschäftszielen, Prozess-Engpässen und vorhandenen Daten. Eine gute KI-Strategie priorisiert nach wirtschaftlichem Hebel, nicht nach Technologie-Hype, und enthält konkrete Meilensteine, Investitionsrahmen und Erfolgskennzahlen.
Tragwerksplanung
Die Tragwerksplanung ist nach HOAI §51 das Leistungsbild für die statisch-konstruktive Bearbeitung des Tragwerks eines Bauwerks. Sie umfasst die Berechnung und Bemessung der lastabtragenden Bauteile (Fundamente, Stützen, Träger, Wände, Decken) sowie die zugehörigen Konstruktionszeichnungen und Nachweise. Die Leistungen werden in Leistungsphasen 1 bis 6 erbracht, parallel zur Objektplanung des Architekten.

→ Branchen-Spezialseite Ingenieurbüros

Quelle: HOAI §51: Leistungsbild Tragwerksplanung

HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)
Die HOAI ist die bundesdeutsche Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen. Sie regelt unter anderem die Leistungsbilder, Honorarzonen und Berechnungsgrundlagen für Planungsleistungen am Bau. Seit der EuGH-Entscheidung 2019 sind die Honorarsätze nicht mehr verbindlich, die HOAI bleibt aber Orientierungsgrundlage und definiert die Leistungsbilder (z. B. §34 Objektplanung Gebäude, §51 Tragwerksplanung).

→ Branchen-Spezialseite Ingenieurbüros

Quelle: HOAI 2013: Bundesministerium der Justiz

Leistungsphasen (LPH 1-9)
Die HOAI gliedert Planungsleistungen in neun Leistungsphasen: von der Grundlagenermittlung (LPH 1) über Vor- und Entwurfsplanung (LPH 2-3), Genehmigungs- und Ausführungsplanung (LPH 4-5), Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe (LPH 6-7) bis zur Objektüberwachung (LPH 8) und Objektbetreuung (LPH 9). Für die Objektplanung Gebäude ist §34 HOAI maßgeblich; jede Phase hat ein definiertes Leistungsspektrum und einen Honoraranteil.

→ Branchen-Spezialseite Ingenieurbüros

Quelle: HOAI §34: Leistungsbild Gebäudeplanung

Bautagebuch
Das Bautagebuch ist die fortlaufende Dokumentation des Baufortschritts und der Baustellenereignisse: Wetterlage, Personalstand, ausgeführte Leistungen, Anweisungen, Behinderungen und Mängel. Es dient als Nachweis bei Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und ist klassische Anforderung aus VOB/B §4. Verbandsdefinition und weiterführende Hinweise: Bundesingenieurkammer (BIngK) als berufsständischer Verband der Ingenieure.

→ Branchen-Spezialseite Ingenieurbüros

Quelle: Bundesingenieurkammer: Themen-Übersicht

GAEB (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen)
Der GAEB ist die offizielle Standardisierungs-Stelle für den elektronischen Datenaustausch im Bauwesen. Die GAEB-Datenaustausch-Phasen (DA 81 bis DA 86) definieren ein einheitliches Format für Leistungsverzeichnisse, Angebote, Aufträge und Abrechnungen zwischen Bauherren, Planern und ausführenden Firmen. GAEB-Dateien sind XML-basiert und werden von allen gängigen AVA- und Kalkulationsprogrammen unterstützt.

Quelle: GAEB: Offizielle Datenaustausch-Spezifikation

AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) regelt nach Art. 28 DSGVO die rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn ein Verantwortlicher personenbezogene Daten durch einen Dienstleister verarbeiten lässt. Pflichtinhalte sind unter anderem Gegenstand und Dauer der Verarbeitung, Zweck, Art der Daten, technische und organisatorische Maßnahmen sowie Weisungs- und Kontrollrechte. AVVs sind besonders relevant bei Cloud-Diensten, KI-Anbietern und externen IT-Dienstleistern.

Quelle: Art. 28 DSGVO: Auftragsverarbeiter (dejure.org)

Aufmaß
Das Aufmaß ist die mengenmäßige Erfassung der tatsächlich erbrachten Bauleistung als Grundlage der Abrechnung. Es wird in der Regel gemeinsam von Auftraggeber und Auftragnehmer vor Ort erstellt und nach VOB/C ATV DIN 18299 dokumentiert. Aufmaßzeichnungen können handschriftlich, digital oder photogrammetrisch entstehen. Zunehmend kommen Sprach- und Foto-basierte Workflows zum Einsatz. Verbandsdefinition und weiterführende Hinweise: Bundesingenieurkammer (BIngK).

Quelle: Bundesingenieurkammer: Themen-Übersicht

Pflichtenheft
Das Pflichtenheft beschreibt im Projekt-Management nach DIN 69901-5, wie und womit die im Lastenheft formulierten Anforderungen des Auftraggebers durch den Auftragnehmer umgesetzt werden. Es ist die fachlich-technische Antwort auf das Lastenheft und Grundlage von Verträgen, Architektur-Entscheidungen und Abnahme-Kriterien. Im Bauwesen wird der Begriff für die technische Konkretisierung von Sonderanlagen, Maschinen und IT-Systemen verwendet. Verbandsdefinition: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement.

Quelle: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement: Wissen

TGA (Technische Gebäudeausrüstung)
Die Technische Gebäudeausrüstung umfasst alle technischen Anlagen eines Gebäudes: Heizung, Lüftung, Sanitär, Klima, Elektro, Förder- und Nachrichtentechnik. Sie ist nach DIN 276 (Kostengruppe 400) und VDI 6026 ein eigenständiges Planungsfeld neben der Objektplanung und Tragwerksplanung. TGA-Fachplaner arbeiten in eigenen Leistungsbildern (HOAI §55) und liefern Schemata, Anlagenpläne und Funktionsbeschreibungen. Verbandsdefinition: VDI-Richtlinien-Index.

Quelle: VDI: Richtlinien-Index

Bauphysik
Die Bauphysik ist die ingenieurtechnische Disziplin, die das Verhalten von Bauwerken gegenüber Wärme, Feuchte, Schall und Brand untersucht. Maßgebliche Normen sind DIN 4108 (Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden) und DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau). Bauphysikalische Nachweise sind Pflichtbestandteil der Genehmigungsplanung. Verbandsdefinition: DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) als bundeseinheitliche Zulassungsstelle.

Quelle: DIBt: Deutsches Institut für Bautechnik

Begriff nicht dabei?

Im Erstgespräch erklären wir alle für Ihr Projekt relevanten Begriffe, kostenlos und ohne Fachjargon.

Erstgespräch vereinbaren